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Ines Koburger 0171 / 41 51 51 7

Tadzio Müller 0170 / 53 33 70 9

 

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Falls Sie uns auf dem Camp besuchen möchten, sind wir von 10:00 bis 16:00 am Informationszelt am Eingang für Sie ansprechbar. Weil es sich beim Camp für viele Menschen um einen privaten Raum handelt, sind Besuche auf dem Camp selbst nur von 11:00 bis 13:00 Uhr und nur in Begleitung unseres Presseteams möglich.

 

Pressemitteilungen:


24. August: Vorbereitungsgruppe zieht positive Bilanz des Klimacamps

 

  • Klimacamp und Antirassismuscamp gehen erfolgreich zu Ende
  • "Wir haben den Finger in die Wunden der herrschenden Politik gelegt"

Am heutigen Sonntag gehen das Klima und das Antirassismus- Camp nach einer vielfältigen Aktionswoche zuende. Die Vorbereitungsgruppe des Klimacamps bewerten das Doppelcamp und die Aktionen als Erfolg: Insgesamt haben über 2000 Personen an den Aktionen der beiden Camps teilgenommen.

„Die Aktionen waren gut vorbereitet, inhaltlich haben wir den Finger in die Wunden der herrschenden Politik gelegt. Das Campleben und die Diskussionen sind Ausgangspunkt für weitere Kampagnen“, sagte Tadzio Müller vom Klimacamp.


„Wir haben die Öffentlichkeit mit unseren Themen und Forderung erreicht und einigen Staub aufgewirbelt. Sichtbar wurden dadurch Missstände und Verhältnisse, die wir grundsätzlich in Frage stellen“, ergänzte Ines Koburger von der Pressegruppe des Klimacamps. Sei es die rassistische Abschiebepolitik durch die Behörden und die Fluggesellschaft Hamburg International oder die heuchlerische Klimapolitik des schwarz-grünen Senats, die im wesentlichen Wachstumspolitik ist.


Klimacamp legt Grundlagen für eine andere Klimapolitik

Neben den über 60 Workshops und Podiumsdiskussionen, den täglichen Aktionen des Klimacamps, ging es um die Perspektive einer Bewegung für eine andere Energiepolitik und einen effektiven Kimachutz sowie einer Mobilisierung gegen den Klimagipfel 2009 in Kopenhagen.

„Dass dies den Regierenden des schwarz-grünen Senats nicht in den Kram passt ist klar. Verletzungen des Versammlungsrechts durch die Polizei und Polizeigewalt sind daher die Folge. Zudem wird versucht legitimen Protest für eine andere Klima- und Energiepolitik zu kriminalisieren. So verbreitet die Polizei zum Beispiel die Lüge, dass in unseren Sitzsäcken aus Stroh Wurfgeschosse versteckt waren,“ so Christoph Kleine von der Kampagne Gegenstrom08. „Wenn sich Menschen wie am Samstag für effektiven Klimaschutz einsetzen, dann ist mit einer Beschneidung demokratischer Rechte unmittelbar zu rechnen.“


Der Samstag, 23.08., wurde durch die Aktion Gegenstrom08 zu einem denkwürdigen Datum. „Es ist der Tag an dem sich zeigte, dass ab jetzt auch Kohlekraftwerke wie AKWs durch ein Großaufgebot der Polizei bewacht werden müssen“, meint Christoph Kleine.


Für Nachfragen:

  • Ines Koburger, 0171-4151517
  • Tadzio Müller, 0170 53 33 709
  • Christoph Kleine, Gegenstrom08 , 0172-9006161


In eigener Sache

 

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Medienvertretern für die Zusammenarbeit und die vielfältige Berichterstattung in den vergangenen 10 Tagen herzlich bedanken – ausgenommen bei den Springer-Medien Bild und Hamburger Abendblatt. Wir hoffen, dass es auch für Sie eine politisch ereignisreiche und daher fruchtbare Woche war. Bis zum nächsten Mal!

 

Die Pressegruppe des Klimacamps




21. August: Pressemitteilung Anti-Kohle-Team Klimacamp


 

  • Straßenaktion vor Grünenbüro in Altona : „Grüne werden Kohlepartei“
  • Protest gegen rechtswidrige Räumung der gestrigen Kundgebung vor Moorburg


Gegen die rechtwidrige Räumung der Kundgebung vor der Baustelle des Kohlekraftwerks Moorburg am gestrigen Abend protestiert das Anti-Kohle-Team des Klimacamps mit einer Straßenaktion vor dem grünen Parteibüro in Altona scharf:

„Die Bekenntnisse des schwarz-grünen Senats sind nicht mehr als Sonntagsreden. Moorburg wird gebaut und Protestkundgebungen dagegen werden rechtwidrig geräumt“, sagte Tadzio Müller vom Anti-Kohle-Team. „Besonders pikant ist dabei, dass die Grünen mit dem Bau des Vattenfall-Kraftwerks in Moorburg zur Kohlepartei werden. Für den Senat sind der Klimawandel und die daraus folgenden sozialen Katastrophen für die Menschen im Süden nichts mehr als ein Kollateralschaden.“

Tadzio Müller weiter: „Für den neuen CDU-Öko Ole von Beust ist Klimaschutz nicht mehr als wohlfeile Imagepolitik. Vor ca. einem Jahr hatte Beust den Film ‚Eine unbequeme Wahrheit’ von Al Gore zum Pflichtfach für Hamburger Schulen erhoben. In diesem Film ruft der Träger des Friedens-Nobel-Preises unverblümt zur Blockade von Kohlekraftwerksbaustellen auf. Für pädagogische Erbauung ist Klimaschutz anscheinend nützlich, aber sobald es gegen ökonomische Interessen geht, sind der Klimawandel und die daraus resultierenden sozialen Katastrophen schnell vergessen.“

Die Grünen haben sich lange als ökologische und bewegungsnahe Partei geriert, so das Anti-Kohle-Team. Die Realität spreche aber eine andere Sprache. Erstes Beispiel: in Hamburg mache sie sich zur Erfüllungsgehilfin der Strategie der Bundesregierung, 20 neue Kohlekraftwerke in Deutschland zu bauen. Zweites Beispiel: als sie in Nordrheinwestfalen noch Regierungspartei waren, versprachen sie, dass die Koalition beendet wird, wenn der Rahmenbetriebsplan zum Tagebau in Garzweiler genehmigt wird. Stattdessen wird zurzeit mit Neurath das größte Braunkohlenkraftwerk Deutschland gebaut. Drittes Beispiel: unter Rot-Grün wurde auf Bundesebene ein Emissionshandelssystem installiert, das den Bau von Kohlekraftwerken in dieser Größenordung weiterhin ermöglichte. Das war bekannt und wurde in Kauf genommen.

Noch einmal Tadzio Müller: In Hamburg zeigt sich, dass die Grünen zur Kohlepartei werden. Für die rechtswidrige Räumung der Kundgebung am gestrigen Abend fordern wir eine Entschuldigung des Senats und der GAL. Wir fordern einen Baustop nicht nur in Moorburg, sondern an allen Orten, wo neue Kohlekraftwerke gebaut werden. Wir fordern die Enteignung der großen Energiekonzerne. Und zusammen mit sozialen Bewegungen aus dem globalen Süden fordern wir, dass fossile Ressourcen im Boden bleiben. Im Endeffekt ist nur gegen Regierungen und Konzerne machbar, nicht mit ihnen.“

 

Mehr Infos:
Tadzio Müller: 0170-5333709



20. August: 40 Klima-AktivistInnen besetzen Kraftwerksbaustelle Moorburg



Pressemitteilung Gegenstrom08:


KlimaaktivistInnen besetzen heute Nachmittag um 17:00 die Kraftwerksbaustelle in Moorburg. Fünf von ihnen entrollten von einem Kran ein Transparent mit der Aufschrift „Stromkonzerne enteignen“. „Vattenfall hat gesagt: Der Protest endet am Bauzaun. Das haben wir widerlegt. Auch am Samstag werden wir wieder auf das Gelände gelangen – dann aber mit einem Vielfachen an Menschen.“, erklärt Christoph Kleine, Sprecher von Gegenstrom08. Schon heute musste die Bauarbeiten aufgrund der Proteste unterbrochen werden. Gegenstrom wertet dies als ersten Erfolg:

„Mit jedem Tag, an dem die Baustelle läuft, schafft Vattenfall Fakten gegen den Willen der Mehrheit der Hamburger Bevölkerung.“, so Kleine weiter. Wenn das Kraftwerk Moorburg in Betrieb geht, würde der CO2-Ausstoß Hamburgs um 40% steigen und gerade der Stadtteil Wilhelmsburg massiv mit Feinstaub belastet.

Nachdem die Besetzung bekannt wurde, brachen 250 weitere DemonstrantInnen von einer Kundgebung in Wilhelmsburg in Richtung Baustelle auf. Einige von ihnen konnten noch nach der Ankunft der Polizei das Kraftwerksgelände betreten. Die BesetzerInnen auf dem Boden des Kraftwerksgeländes wurden von der Polizei in Gewahrsam genommen, sind aber zwischenzeitlich überwiegend wieder frei.

Ein Einsatzwagen der Polizei fuhr in die Kundgebung hinein und überrollte den Fuss eines Demonstranten. „Wir verurteilen das rücksichtslose und teilweise aggressiv gewalttätige Vorgehen der Polizei aufs Schärfste. Von den DemonstrantInnen in Moorburg ging dagegen wie angekündigt keinerlei Eskalation aus.“ so Felix Pithan von Gegenstrom08.

Nach mehreren Stunden löste die Polizei die Kundgebung auf. Sie begründete dies mit dem Abspielen von Musik, weshalb keine politische Versammlung mehr vorhanden sei. „Dieses willkürliche Vorgehen lassen wir uns nicht gefallen. Die Auflösung war eindeutig rechtswidrig.“ kritisiert Christoph Kleine.

Anschließend räumte die Polizei mehr als 50 DemonstrantInnen von der Straße, nahm Personalien auf und drohte mit Anzeigen wegen Widerstandshandlungen. Gemeinsam mit den Kletterern, die den Kran freiwillig verlassen hatten, zogen die DemonstrantInnen unter Jubel und Sprechchören zurück zum Klimacamp. „Wir haben gezeigt, dass ziviler Ungehorsam nicht an Bauzäunen endet. Am Samstag kommen wir mit dem Vielfachen an BesetzerInnen zurück.“ kündigt Felix Pithan von Gegenstrom08 an.

Für Rückfragen:

Christoph Kleine, Tel 0172-9006161
Felix Pithan, Tel 01577-4748089

Um am Samstag aktuelle Informationen über die Aktion zu erhalten, können Sie sich per mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. in den sms-Verteiler von Gegenstrom08 eintragen lassen.

 


19. August: Agrosprit-Raffinerie blockiert!


 

Im Rahmen des Hamburger Klimacamps beteiligten sich heute über 200 Menschen an einer Blockade der weltweit größten Agrodieselanlage der Welt. Diese Anlage im Hamburger Hafen wird vom Agrarhandelskonzern Archer Daniels Midland (ADM) betrieben. Hier wird Gensoja aus Südamerika und Palmöl von den gerodeten Regenwaldflächen Indonesiens für die deutschen Autos verarbeitet. In zwei Demonstrationszügen zogen die Klimaschutzaktivisten zu der Agrodieselanlage und versperrten die beiden Zufahrtsstraßen und damit den Tanklasterverkehr. Eine Demonstration mit RadfahrerInnen startete am Hamburger Hauptbahnhof und fuhr durch die Hamburger Innenstadt vorbei an den Büros der Agrarhandelskonzerne Bunge und ADM mit Tochteruntermehmen Töpfer. Ein zweiter Demonstrationszug begann im Wilhelmsburg. Dort gab es Zwischenkundgebungen an einer Tankstelle und einem Hersteller für Mastfutter.


Die KlimaschützerInnen protestierten mit ihrer Aktion gegen die industrielle und am Weltmarkt orientierte Landwirtschaft, die immer mehr die kleinbäuerliche Produktion verdrängt. Die industrielle Landwirtschaft ist eine wesentliche Ursache der weltweiten Erwärmung. Sie trägt mit einem massiven Düngemittel- und Pestizideinsatz, der Massentierhaltung und der Abholzung der Regenwälder um bis zu 32% am Anstieg der Treibhausgase in der Atmosphäre bei. Damit ist die industrielle Landwirtschaft Klimakiller Nr. 1 - noch vor der Energiewirtschaft. Umgekehrt schafft der Klimawandel auch enorme Probleme für die kleinbäuerlichen Betriebe. Die industrielle Landwirtschaft mit ihren Monokulturen sichert den Großgrundbesitzern hohe Profite. Die Vormachtstellung der Saatgut- und Chemiekonzerne wie BASF, Bayer, Syngenta, Monsanto, Dupont, der Agrarhandelskonzerne wie ADM, Cargill, Bunge, der Supermarktkonzerne wie WalMart, Metro, Carrefour und der
Lebensmittelkonzerne wie Nestle und Unilever hat eine hochgradige Abhängigkeit der bäuerlichen Landwirtschaft von diesen Konzernen hervorgerufen und zugleich Hunger und Unterernährung im globalen Süden zugespitzt.

Seit einigen Jahren gibt es eine Orientierung auf „Energiepflanzen“. Auf riesigen Flächen werden die Rohstoffe für die Agrofuels angebaut. In den USA ist das besonders Mais, in Südamerika Zuckerrrohr und Gensoja, in Indonesien Palmöl und in Europa Raps. Der industrielle Anbau auf Monokulturen beschleunigt die Vergiftung der Böden und des Grundwassers. Die CO2- Bilanz der industriellen Herstellung von Biodiesel durch Agrofuels ist vernichtend. Es wird bei den meisten Rohstoffen sogar mehr CO2 als bei der herkömmlichen Ölgewinnung produziert. Die Orientierung auf Agrofuels hat zu einer Verknappung der Lebensmittel geführt und hat dadurch maßgeblich die enorme weltweite Verteuerung der Lebensmittel zu verantworten. ADM ist außerdem maßgeblich am Raubbau-Konzern Wilmar beteiligt. Wilmar betreibt in Indonesien Palmölplantagen mit einer Gesamtfläche von mehr als 200 000 Hektar. UmweltschützerInnen überführten den Konzern im Juli 2007 der
illegalen Brandrodung in Indonesien. ADM weigert sich bislang, auf Kahlschläge im Regenwald und auf die Vertreibung der indigenen Bevölkerung zu verzichten. Jährlich werden in der Raffinerie in Hamburg 350.000 Tonnen Palmöl verarbeitet.

„Nur eine grundlegende Landreform und eine radikale Umgestaltung der Anbauweise in Richtung einer klimaschonenden und ökologischen Landwirtschaft kann den Welthunger beseitigen und die durch den Klimawandel hervorgerufenen sozialen Verwerfungen minimieren“, sagt Thomas Janoschka vom Aktionsnetzwerk Globale Landwirtschaft.

Aktionsnetzwerk Globale Landwirtschaft
http://www.klimacamp08.net

Für Nachfragen:
Thomas Janoschka: 0162-3987982
Heinz Wittmer: 0151-11593633

 

 

18. August: „Ergebnisoffene“ Erkundung des Salzstock Altona auf seine Eignung als Atommüll


 

„Kein Atommüll in Altona, und auch nicht anderswo!“

Gemeinsam mit TeilnehmerInnen des Klimacamps untersucht die Gesellschaft zur Förderung von Akzeptanz-Problemen (GeFAP) – ein Zusammenschluss der Bürgerinitiativen aus Gorleben, Morsleben, von der Asse und vom Schacht Konrad – heute den Salzstock Altona auf seine Eignung als Atommüll-Endlager. Vorsorglich wurde mit der Anlieferung von Atommüll-Gebinden per öffentlichem Nahverkehr begonnen.

„In diesen Wochen wird wieder verstärkt gestritten über angeblich günstigen und sauberen Strom über Atomkraftwerke und längere Laufzeiten. Wir wollen, dass in dieser Debatte eine Erkenntnis nicht zu kurz kommt: Alle Versuche, Atommüll endzulagern, sind kläglich gescheitert! Deshalb haben wir uns zur Erkundung des Salzstocks Altona entschlossen.“ sagt Kerstin Rudek, Mitglied der GeFAP.

Mit einem großen Bohrturm und einem lautstarken Untersuchungsprogramm auf dem Altonaer Spritzenplatz erkundete die GeFAP, ob der Salzstock Altona geeignet ist, Atommüll für Millionen Jahre sicher von der Biosphäre fernzuhalten. „Mit unserer Untersuchung konnten wir die gesellschaftliche Akzeptanz der Erkenntnis, dass es weltweit kein sicheres Endlager für Atommüll gibt, enorm steigern“ stellt Kerstin Rudek Mitglied der Erkundungskommission fest und ergänzt: „Bereits heute haben wir damit begonnen erste Atommüll-Fässer einzulagern um die Eignung des Salzstocks Altona zu unterstreichen.“

 

Die Erkundung findet statt von 10-17 Uhr am Spritzenplatz, HH-Altona.

Gesellschaft zur Förderung von Akzeptanz-Problemen (GeFAP)

Kontakt für Rückfragen: Kerstin Rudek 0160-1592473

 

 

18. August: Reclaim your Market: Blockade-Happening bei Hamburger Supermarkt


 

Unter dem Motto „Reclaim your Market - gegen Ausbeutung, Verdrängung und ökologische Zerstörung“ laden antirassistische und landwirtschaftspolitische Gruppen heute zu einem Blockade-Happening an einem Hamburger Supermarkt ein. Mit der Überraschungsaktion soll die immer rabiatere Geschäftspolitik von Supermarkt-Ketten an den Pranger gestellt werden. Wir möchten deutlich machen, dass es die viel gepriesene Billigware nicht zum Nulltarif gibt - so Lukas Meyer, einer der SprecherInnen des „Reclaim your Market“-Bündnisses. Im Gegenteil: „Ohne systematische Verletzung sozialer Rechte und ohne rücksichtslose Zerstörung ökologischer Ressourcen wären so genannte Dauertiefspreise überhaupt nicht möglich.“ Das Blockade-Happening findet im Rahmen des derzeit in Hamburg gastierenden Antirassismus- und Klimacamps statt.


Ihre schiere Größe versetzt Supermarkt-Ketten zunehmend in die Lage, mittels Preisdiktaten Druck auf ihre Zulieferer auszuüben. Viel beachtetes Beispiel ist etwa der agrarindustrielle Obst- und Gemüseanbau in Südspanien, einem der wichtigsten Versorger deutscher Supermarkt-Ketten. 96 Prozent der mehr als 100.000 LandarbeiterInnen sind MigrantInnen aus osteuropäischen, lateinamerikanischen und afrikanischen Ländern. Die Mehrheit von ihnen hat keine Papiere, das ist der Grund, weshalb spanische Landwirte den Preisdruck der Supermarkt-Ketten vergleichsweise billig abpuffern können: Für einen zehnstündigen Arbeitstag erhalten migrantische TagelöhnerInnen durchschnittlich 20-30 Euro. Arbeitsschutz - Stichwort Pestizide - existiert kaum. Wer aufbegehrt, fliegt raus - wie es im Jahr 2000 marokkanischen ArbeiterInnen massenhaft passiert ist.


„Reclaim your Market“ möchte des Weiteren die Situation von Supermarkt-Beschäftigten zum Thema machen - nicht umsonst sind die schikanösen Lohn- und Arbeitsbedingungen bei LIDL & Co. in den letzten Jahren immer wieder in die Schlagzeilen geraten. In diesem Zusammenhang wird „Reclaim your Market“ auch darauf hinweisen, dass viele Menschen - nicht zuletzt Hartz-IV-EmpfängerInnen - finanziell auf Billig-Supermärkte angewiesen sind. „Discounterpreise für Arme sind jedoch keine Rechtfertigung für die rücksichtlose Geschäftspolitik von Supermärkten“, kommentiert Silke Bausinger, ebenfalls SprecherIn des „Reclaim your Market“-Bündnisses. „Denn durch Niedriglöhne und Verdrängung kleinerer Mittbewerber sind Supermärkte Teil des

Armutsproblems, nicht seine Lösung.“


Auch in ökologischer Hinsicht schlägt die Geschäftspolitik von Supermärkten in jedweder Hinsicht negativ zu Buche. Vor allem Preisdiktate sind einer der zentralen Gründe, weshalb sich Landwirtschaft nur noch auf riesigen Flächen und mit Hilfe von Kunstdünger, Pestiziden, intensiver Bewässerung etc. lohnt. Auf diese Weise kommen nicht nur Böden und Grundwasser zu Schaden, auch das Klima leidet unter Lachgasemissionen (Stichwort: Stickstoffüberschuss) und freigesetztem Kohlendioxid. Hierzu passt auch der in der öffentlichen Debatte häufig ignorierte Umstand, dass ein Drittel aller Treibhausgase der industrialisierten Landwirtschaft entstammen, insbesondere der Massentierhaltung bzw. Fleischproduktion.


In der Summe geht es „Reclaim your Market“ um zweierlei: Zum einen soll auf die Notwendigkeit solidarischen Handelns zwischen ProduzentInnen, TransportarbeiterInnen, Supermarktbeschäftigten und (prekarisierten) KonsumentInnen hingewiesen werden. „Denn Rechte können nicht einzeln, sondern nur zusammen erkämpft werden“, so Lukas Meyer. „Zum anderen möchten wir zeigen, dass ökologische und soziale Fragen nicht als Widerspruch, sondern als die beiden Seiten derselben Medaille betrachtet werden sollten.“

 

Sie können Vertreter von Reclaim your Market unter 0173/2441720 erreichen. Am Montag verraten wir ihnen ab ca. 16.30 Uhr, wo sie uns finden können.

 


18. August: Vorschau zu Aktionen im Rahmen des Klima- und Antiracamps


 

Einladung für Pressevertreter_innen zu den Aktionen am Dienstag, 19.8. in Hamburg

Große Aktionen in Lübeck und im Hamburger Hafen geplant


Sehr geehrte Damen und Herren,

auf folgende Aktionen im Rahmen des Antirassismus- und Klimacamps mit Möglichkeiten der Berichterstattung für Wort und Bild möchten wir Sie freundlich hinweisen:

 

10:00 bis 14:00 Uhr

ADM blockieren – Agrodiesel schützt das Klima nicht!

Demonstration von zwei Startpunkten aus zur Agrodieselfabrik im Hamburger Hafen

Orte: RadfahrerInnen treffen sich um 11:00 Uhr am Hauptbahnhof

FußgängerInnen treffen sich um 11:30 Uhr in der Neuhöfer Straße in Wilhelmsburg

Beide Demonstrationszüge treffen sich in unmittelbarer Nähe des ADM-Geländes

Archer Daniels Midland (ADM) trägt durch die Produktion von Agrodiesel massiv zu sozialen Verwerfungen und zum Klimawandel bei. Im Hamburger Hafen befindet sich die weltweit größte weltweit größte Produktionsanlage zur Verarbeitung von Energiepflanzen.

Für Rückfragen: Thomas Janoschka, 01623987982 und Heinz Wittmer, 015111593633

 

11:00-17:00

Aktionstag in Lübeck gegen die EU-Grenzschutzagentur FRONTEX

11:00 Kundgebung gegen Kurse für Grenzpolizeioffiziere

Ort: Bundespolizeiakademie, Ratzeburger Landstraße 4 (St. Hubertus)

15:00 Demonstration in der Innenstadt

Beginn: Die Alternative, Willy-Brandt-Allee 9

In der Bundespolizeiakademie finden so genannte mid-level Kurse statt, um die Grenzpolizeioffiziere der mittleren Ebene in der europäischen Zusammenarbeit zu schulen. Die Gruppe Lebenslaute beteiligt sich am Aktionstag. Kontakt: 0162/5369050

Für Rückfragen: Avanti, 0176/629833638

 

 

16. August: Hallo Hamburg, wir sind da: 1.500 AktivistInnen auf der Begrüßungsdemo




Eineinhalb Tausend AktivistInnen zogen heute am späten Nachmittag durch die Innenstadt, um den Hamburgerinnen und Hamburgern das Doppelcamp gegen Abschiebung und für eine ganz andere Klimapolitik vor zu stellen.

„Die Begrüßungsdemo war vielfältig, bunt, laut und kraftvoll. Jetzt wissen die Hamburgerinnen und Hamburger, dass wir da sind und wer wir sind – Menschen aus Hamburg, dem ganzen Bundesgebiet und ein Dutzend andere Länder. Wir laden alle herzlich ein, uns im Camp zu besuchen und an unseren Aktionen teilzunehmen“, sagte Andrea Doria von der Pressegruppe des antirassistischen Camps.


„Wir werden uns in der kommenden Woche für ein ganz anderes Klima und soziale Rechte einsetzen. Wir werden protestieren, blockieren und besetzen“, erklärt Ines Koburger von der Pressegruppe des Klimacamps.


Am zweiten Tag des Camps haben sich inzwischen 800 AktivistInnen im Aktionscamp eingefunden. „Die Infrastruktur steht. Wir erwarten nun, dass die Zahl der CamperInnen in den kommenden Tagen weiter steigt“, freut sich Ines Koburger. „Die ersten Workshops und Diskussionsveranstaltungen haben begonnen. Die Aktionsplanungen sind in vollem Gange. Wir sind sicher, dass wir der Politik des Senats eine druckvolle Aktionswoche entgegensetzen werden“, kommentiert Ines Koburger das Camp-Leben.

Anlässlich der heutigen Begrüßungsdemonstration des Antirassismus- und des Klima-Camps in der Hamburger Innenstadt kritisieren die Camp-Aktivisten zudem scharf die Migrations- und Klimapolitik von der Bundesregierung und des Hamburger Senats.

„Wir haben Hamburg als Ort für unseren Protest, unsere Camps und Aktionen ausgewählt. Denn der Hansestadt kommt die traurige Rolle als norddeutsche Abschiebezentrale zu“, erklärt Andrea Doria vom Antirassismuscamp. „Beispielhaft ist hier die Chartergesellschaft Hamburg International, die beim Geschäft mit Abschiebeflügen z.B. nach Afghanistan oder durch die Organisation von EU-Sammelabschiebungen nach Afrika mitverdient. Wir dagegen fordern Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte für alle.“

Ines Koburger vom Klimacamp ergänzt: „Die Millionärsstadt Hamburg steht außerdem für den exzessiven Ressourcenverbrauch der Industrienationen: hier werden mittels globaler Logistikketten Waren aus der ganzen Welt angelandet oder verfrachtet, und ohne Rücksicht auf das Klima fossile Brennstoffe verfeuert. Mit dem Bau des Kohlekraftwerks Moorburg zeigt sich, dass es bei der Klimapolitik des schwarz-grünen Senats in Hamburg jenseits von Sonntagsreden eigentlich nur um Wachstums- und Wettbewerbspolitik geht. Für den Hamburger Senat ist die Klimakatastrophe dabei ein akzeptabler Kollateralschaden.“



Für Nachfragen:

Antirassismus-Camp: Andrea Doria: 0162-8687180

Klimacamp: Ines Koburger: 0171-4151517; Tadzio Müller: 0170-5333709



15. August: Die Camps sind da! Klimacamp beginnt mit Eröffnungsplenum


 

Gemeinsame Auftaktaktion: Demonstration in der Hamburger Innenstadt

 

 

Immer mehr Zelte werden auf dem Campplatz im Hamburger Stadtteil Lurup aufgebaut. Neben den großen Zelten für Versammlungen, die zahlreichen Workshops und die Küchen kommen auch immer mehr kleine Zelte der anreisenden Camp-TeilnehmerInnen hinzu.


Heute Abend beginnt das Klimacamp mit einem großen Eröffnungsplenum, auf dem die Veranstaltungen und Aktionen der Woche besprochen werden und ebenso die praktischen Fragen des Camp-Lebens diskutiert werden.

 

Morgen am Samstag kommt dann das antirassistischen Camp dazu, mit dem das Klimacamp ein gemeinsames Doppel-Camp bildet.

 

"Bis zum Eröffnungsplenum am Abend rechnen wir mit 300 Leuten. Die Stimmung ist schon jetzt von freudiger Erwartung auf die gemeinsamen Diskussionen und von gespannter Entschlossenheit für die vielen geplanten Aktionen geprägt.", berichtet Ines Koburger vom Klimacamp. "Die Zahl der CamperInnen wird im Verlauf der nächsten Woche noch stark zunehmen und unmittelbar vor den großen Aktionen am Freitag am Flughafen und am Samstag an der Kraftwerksbaustelle in Moorburg ihren Höhepunkt erreichen.", ergänzt Tadzio Müller.

 

Für den morgigen Samstag ist neben weiterem Aufbau des Camps und ersten inhaltlichen Workshops vor allem die gemeinsame Auftaktdemonstration vom antirassistischen Camp und Klimacamp geplant. Die Demonstration unter dem Motto "Für ein ganz anderes Klima - Globale soziale Rechte für alle!" beginnt um 16 Uhr am Hamburger Hauptbahnhof (Kirchenallee).

 

"Mit der Demonstration wollen wir zeigen, dass die Camps in Hamburg angekommen sind. Wir wollen zeigen, dass wir in der nächsten Woche den Finger in die Wunden legen wollen, die sich hinter Hamburgs Wohlstands- und Glitzerfassade auftun. Wir klagen die rücksichtslose Abschiebepolitik an, wie sie sich gerade in Hamburg deutlich zeigt. Wir kündigen Widerstand gegen den Neubau von Kohlekraftwerken an, der allen Lippenbekenntnissen zum Klimaschutz Hohn spricht. Wir setzen uns ein für das globale Recht auf Bewegungsfreiheit und für die Enteignung der Energiekonzerne.", fasst Andrea Doria von der Pressegruppe des antirassistischen Camps das Anliegen der Demonstration zusammen.

 

An der Demonstration werden auch internationale Gäste teilnehmen: Victor Nzuzi von der KleinbäuerInnenorganisation Via Campesina und Emmanuel Mbolela, politischer Flüchtling aus der DR Kongo, nach langem Transit in Marokko jetzt in den Niederlanden.

 

Für Rückfragen:

 

Für das Klimacamp:

Ines Koburger, Tel. 0171-4151517

Tadzio Müller, Tel. 0170-5333709

 

Für das antirassistische Camp:

Andrea Doria, Tel. Tel. 0162-8687180

 

 

11. August: Vattenfall angezählt - Noch 12 Tage bis zum Baustopp in Hamburg-Moorburg


 

12 Tage bis zum Baustopp - KlimaaktivistInnen stellen Vattenfall Ultimatum


AktivistInnen der Aktion Gegenstrom08 haben Vattenfall dazu aufgefordert, die Bauarbeiten am umstrittenen Kohlekraftwerk Moorburg sofort einzustellen. "Vattenfall hat noch zwölf Tage, um die Bauarbeiten einzustellen - sonst werden tausende Menschen am 23. August die Baustelle besetzen", kündigt Felix Pithan von Gegenstrom08 an. "Wir werden es nicht weiter hinnehmen, dass Vattenfall gegen den Willen der Hamburger Bevölkerung an der Fertigstellung der CO2- und Feinstaubschleuder arbeitet."

In Hamburg besuchten heute als Piraten verkleidete AktivistInnen der Kampagne das Vattenfall-Kundenzentrum in der Innenstadt und wiesen auf die Frist von zwölf Tagen hin. Schon jetzt haben sich in vielen Städten Menschen mit Aktionstrainings auf die Stillegung der Baustelle vorbereitet, während des am Freitag beginnenden Klima- und Antiracamps wird es weitere Trainings geben. "Wir gehen gut vorbereitet in die Aktion, um gemeinsam und solidarisch unser Ziel zu erreichen. Gegenstrom08 sucht keine Konfrontation mit der Polizei, wird sich aber auch nicht daran hindern lassen, die Kraftwerksbaustelle in Hamburg-Moorburg zu besetzen und stillzulegen.", erklärt Felix Pithan.

Über den Ausstieg aus der Kohleverstromung hinaus fordert Gegenstrom08 die entschädigungslose Enteignung der Energiekonzerne und den Einstieg in eine demokratisch kontrollierte ökologische und soziale Energieversorgung. "Vattenfall, RWE, e.on und EnBW machen Milliardenprofite mit überhöhten Energiepreisen, profitieren vom Weiterbetrieb der strahlenden Atomkraftwerke und setzen weiter auf den Ausbau der Kohleverstromung - dem müssen wir ein Ende setzen. Eine dezentralisierte Stromversorgung, das Einsparen von Energie und der Ausbau regenerativer Energien sind keine Frage der technischen Machbarkeit, sondern des politischen Willens.", so Felix Pithan.

Gegenstrom08 nimmt auch die ökologischen Schäden und katastrophalen sozialen Auswirkungen des Kohleabbaus in Ländern des Südens in den Blick. "Die Lebensräume und -grundlagen zahlreicher Menschen werden von Kohleminen bedroht oder vernichtet, in den Minen wird beispielsweise in Kolumbien massiv Gewalt gegen GewerkschafterInnen ausgeübt. Auch deshalb unterstützen wir das Zusammenkommen der Klima- und Antirassistischen Bewegungen in Hamburg." meint Felix Pithan dazu.

 

Weitere Informationen: www.gegenstrom08.net, Bilder der Aktion: http://www.flickr.com/photos/29478281@N06

 

Für Rückfragen: Felix Pithan, Tel 01577-4748089

 

 

10. August: Klimacamper in Großbritannien blockieren Kohlekraftwerk - Nach Australien und England folgt das Klimacamp in Hamburg


 

Klimacamper in England blockieren EON-Kraftwerk
Nach Australien und England geht der Staffelstab der Klimacamps nach Hamburg


Nachdem am vergangenen Samstag 1500 Klimacamper das Eon-Kraftwerk in Kingsnorth zu Wasser und zu Lande belagert hatten und 26 Aktivisten auf das Werksgelände vordringen konnten, ziehen die Veranstalter des dritten Klimacamps in England eine positive Bilanz der Aktion und des Camps:

„Regierungen und Unternehmen sind nicht in der Lage, mit dem Problem Klimawandel umzugehen. Deswegen müssen wir das Problem selbst in die Hand nehmen“, sagte Kevin Smith, einer der Organisatoren der Aktion. „Mit der Blockade des Kraftwerks haben wir gezeigt, dass wir bereit sind, die Klimaverbrecher zu stoppen. Für uns war die Aktion der Auftakt, um den geplanten Bau eines zusätzlichen Kohlekraftwerks von Eon in Kingsnorth zu verhindern.“

Der deutsche Energiekonzern Eon plant neben dem bereits existierenden Kraftwerk in der Grafschaft Kent nahe London in den nächsten Jahren zwei weitere 800 Megawattblöcke. Das wäre der erste Neubau eines Kohlekraftwerks in England seit 30 Jahren.

Scharf kritisiert wurde von den Veranstaltern des inzwischen dritten Klimacamps das Verhalten der Polizei. „Die Repression durch die Polizei hat im Vergleich zu den vergangenen Jahren massiv zugenommen. Das Verhältnis von DemonstrantInnen und PolizistInnen war 1 zu 1. Und es gab völlig überzogene Kontrollen. Alles, was nicht niet- und nagelfest war, wurde beschlagnahmt. Insbesondere Fahrradschlösser und Filzstifte“, kritisiert Isa Fremeaux von der Camporganisation.

„Insgesamt aber war das Camp ein voller Erfolg. „Neben den Aktionen spielten auch politische Bildung und ökologisches Leben eine große Rolle. 2000 Leute lebten hier über eine Woche zusammen, ohne auch nur eine Wattsekunde Strom vom Netz zu nehmen: All unseren notwendigen Strom haben wir hier auf dem Camp aus erneuerbaren Energien gewonnen – mit Solarpanelen und Windrädern“, erklärt Isa Fremeaux. „Nachdem das Klimacamp in Australien im Juli und bei uns Anfang August ein voller Erfolg war, geben wir den Staffelstab an das Klimacamp in Hamburg weiter.“

Dazu ergänzt Tadzio Müller von der Vorbereitungsgruppe des Klimacamps in Hamburg: „Wir versuchen eine internationale Klimacamp-Bewegung aufzubauen. Deshalb ist für uns die Vernetzung sehr wichtig. Viele von uns sind hier aufgrund der Erfahrungen, die wir in der globalisierungskritischen Bewegung gemacht haben. Dort haben wir gelernt, dass wir zwar lokal handeln, aber immer global denken müssen.“

Neben weiteren Camps in den USA, Neuseeland und in Kanada findet das erste Klimacamp in Deutschland vom 15. bis zum 24. August in Hamburg statt, zeitlich und räumlich parallel zum antirassistischen Camp. Ziel des Camps ist es u.a. auf die Folgen der agroindustriellen Landwirtschaft für den Klimawandel aufmerksam zu machen. Es wird Proteste gegen die größte europäische Agrodieselfabrik, die von ADM betrieben wird, geben und wir wollen den umstrittenen Bau eines Kohlekraftwerks von Vattenfall in Moorburg zu stoppen.

„Uns ist klar, dass wir nicht nur gegen die neue Kohlestrategie der Regierungen und Energiekonzerne vorgehen müssen, sondern wir müssen das ganze Klimathema anders bearbeiten", meint Tadzio Müller. "Es geht nicht nur um CO2-Emissionen, sondern um eine grundsätzliche Infragestellung von Wachstumswahn und Profitstreben.“


Vorbereitungsgruppe Klimacamp08


Für Nachfragen:
Tadzio Müller (auf dem Camp in England): 0044 796899685 oder 0170 5333709
Ines Koburger: 0171-4151517

 

Mehr Infos:
Britisches Klimacamp: www.climatecamp.org.uk
Klimacamp in Hamburg: www.klimacamp08.net
Klima-Aktionscamp in Australien: www.climatecamp.org.au
Antirassistisches Camp in Hamburg: http://camp08.antira.info

 

 

8. August: Platz für Doppelcamp in Hamburg Lurup, aber politischer Protest bleibt unerwünscht



Platz für Doppelcamp im Hamburger Stadtteil Lurup beschlossen

Vorbereitungsgruppen: Politischer Protest in Hamburg bleibt unter schwarz-grün unerwünscht , wird aber trotzdem sichtbar werden


HAMBURG - Am heutigen Freitag unterzeichneten der Hamburger Senat und die Vorbereitungsgruppen des AntiRa- und Klimacamps nach tagelangen
Verhandlungen den Vertrag für einen Platz im Vorhornweg im Hamburger Stadtteil Lurup. Ursprüngliches Ziel der Camp-AktivistInnen war, eine
Erlaubnis für den innenstadtnahen Park Entenwerder zu bekommen.

"Selbst nach Aussagen der Stadt wäre Entenwerder von der Anlage her geeignet gewesen für ein Camp, aber der schwarz-grüne Senat will unseren
Protest unsichtbar machen“, erklärt Ines Koburger von der Vorbereitungsgruppe des Klimacamps. Andrea Doria von der Pressegruppe des AntiRa-Camps ergänzt: „Trotzdem sind wir froh, einen Platz vertraglich besiegelt zu haben. Der Aufbau wird nun in Windeseile beginnen. Wir lassen uns auch durch einen zwar schönen, aber abgelegenen Platz nicht davon abhalten, eine Woche lang die Themen, die uns wichtig sind und wofür wir uns treffen, an die Öffentlichkeit zu bringen.“

Das Doppelcamp in Lurup wird vom 15.-24. August Ort von Diskussionsveranstaltungen, Seminaren und Ausgangspunkt von vielfältigen Aktionen zu den Themen Antirassismus und Klimawandel sein.

„Wir wüschen uns nun einen guten Kontakt zu unseren Nachbarn. Wir laden alle HamburgerInnen ein, uns im Camp und unser Veranstaltungsprogramm zu besuchen und an den Aktionen teil zu nehmen“, sagt Andrea Doria.

„Nach der Platzsuche rückt der Fokus nun auf unsere politischen Inhalte. Wir wollen ein ganz anderes Klima, weltweit und in Hamburg. Das bedeutet kein Kohlekraftwerk in Moorburg, keine Abklemmungen von armen Haushalten vom Stromnetz und einen Stopp von Abschiebungen,“ ergänzt Ines Koburger.

 

Vorbereitungsgruppe AntiRa-Camp

Vorbereitungsgruppe Klimacamp

 

Pressekontakt:

Antira: Andrea Doria, Tel. 0162-8687180 Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

Klima: Ines Koburger, Tel. 0171-4151517 Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

 


24. Juli: Abschiebungen stoppen und sozial-ökologische Energiewende einleiten! Antiras und Klimacamper fordern Politikwechsel in Hamburg



Drei Wochen vor Beginn des Doppelcamps in Hamburg fordern antirassistische Initiativen und das Bündnis für ein Klimacamp Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte für alle und eine sozial gerechte Klimapolitik:


"Wir haben Hamburg als Ort für unseren Protest, unsere Camps und Aktionen ausgewählt. Denn der Hansestadt kommt die traurige Rolle als norddeutsche Abschiebezentrale zu", erklärt Andrea Doria vom Antiracamp. "Beispielhaft ist hier die Chartergesellschaft Hamburg International, die beim Geschäft mit Abschiebeflügen z.B. nach Afghanistan oder durch die Organisation von EU-Sammelabschiebungen nach Afrika mitverdient." Seit dem EU-Beschluss 2004 gab es aus Hamburg mindestens sieben Sammelabschiebungen mit gecharterten Flugzeugen in mehrere afrikanische Länder. Auch Afghanistan-Abschiebungen werden auf europäischer Ebene koordiniert, und Hamburg International spielt hierbei zumindest den Zubringer.


"Die Millionärsstadt Hamburg steht außerdem für den exzessiven Ressourcenverbrauch der Industrienationen: Hier werden mittels globaler Logistikketten Waren aus der ganzen Welt angelandet oder verfrachtet, und ohne Rücksicht auf das Klima fossile Brennstoffe verfeuert. Mit dem Bau des Kohlkraftwerks Moorburg zeigt sich, dass es bei der vermeintlichen Klimapolitik der EU, der Bundesregierung und gerade auch des schwarz-grünen Senats in Hamburg eigentlich nur um Wachstumspolitik und Standortwettbewerb geht", ergänzt Ines Koburger vom Klimacamp. "Für den Hamburger Senat ist der Klimawandel dabei ein akzeptabler Kollateralschaden. Dass damit Millionen Menschen vor allem im Süden verarmen und die sozialen Gegensätze weltweit zugespitzt werden, ficht den Senat nicht an.


Die Camps laden zu inhaltlichen Debatten, zu Vernetzung und zu Protestaktionen ein: gegen die Agrodieselfabrik von Archer Daniels Midland, die Ausländerbehörde in der Amsinckstraße und in der Sportallee oder Supermarktketten wie Lidl. Neben den vielen kleinen und größeren Aktionen und Veranstaltungen unter der Woche rufen die Camps alle BürgerInnen auf, sich am Fr. dem 22. August gegen Abschiebungen am Hamburger Flughafen zu engagieren (Fluten 3.0) und am Sa. dem 23. August die Pläne vom Neubau eines Kohlekraftwerkes durch die Besetzung der Bausstelle platzen zu lassen (gegenstrom08).


Protest muss sichtbar und zentral sein – Platz in Entenwerder gefordert


Die Suche nach einem Platz für Veranstaltungen und Unterbringung der Aktivistinnen und Aktivisten werde seit Wochen von städtischen Behörden verzögert, kriminalisiert und mit einem Zwangsgeld von 25.000 Euro bedroht, obwohl es mit Entenwerder einen geeigneten und zentral gelegenen Ort gebe, so die beiden Vorbereitungsgruppen der Camps.

„Hamburg wird als Symbol massiver Abschiebepolitik und des unverantwortlichen Ausbaus der Kohleverstromung unweigerlich ein Ort des Protests gegen diese Politik sein. Daran kann keine vorgeschobene städtische Grünflächenordnung etwas ändern.“, so Andrea Doria von der Antiracamp-Vorbereitungsgruppe.


Pressekontakt:

Antira: Andrea Doria, Tel. 0162-8687180 Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

Klima: Ines Koburger, Tel. 0171-4151517 Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

 

 

 

16. Juli: Stadt Hamburg zeigt sich wenig kooperativ



Camps fordern Platz in Hamburg ein

Vom 15. bis 24. August werden mehrere tausend Menschen bei den politischen Aktionscamps der Klima- und antirassistischen Bewegung in Hamburg erwartet. Die Suche nach einem Platz für Veranstaltungen und Unterbringung der Aktivistinnen und Aktivisten wird seit Wochen von städtischen Behörden verzögert, obwohl es einen geeigneten und zentral gelegenen Ort gibt.

„Hamburg wird als Symbol inhumaner Abschiebepolitik und des unverantwortlichen Ausbaus der Kohleverstromung unweigerlich ein Ort des Protests gegen diese Politik sein. Daran kann keine städtische Grünflächenordnung etwas ändern“, so Tadzio Müller von der Klimacampvorbereitung.

Die Vorbereitungsgruppen der Camps fordern die Stadt auf, den beantragten Platz auf dem Entenwerder zu genehmigen. „Politischer Protest muss zentral sichtbar werden. Es liegt auch im Interesse der Stadt Hamburg, dass es einen rechtzeitig feststehenden Platz gibt, auf dem die Infrastruktur wie Wasserversorgung und sanitäre Anlagen vorbereitet werden kann. Wildes Campen in der ganzen Stadt wollen weder wir noch die Menschen in Hamburg.“ erklärt Ines Koburger vom Klimacamp.

Die Camps werden sich mit inhaltlichen Diskussionen sowie kleinen und großen ungehorsamen Aktionen unter anderem mit den von Hamburg ausgehenden Abschiebungen, dem Bau des Kohlekraftwerks Moorburg, der europäischen Abschottungspolitik gegen Flüchtlinge und der Verarbeitung von Agrotreibstoffen auseinandersetzen.

"Um es deutlich zu sagen: Wir erwarten, dass die Hamburger Flughafenverwaltung die Hamburger Innen-und Ausländerbehörde davon unterrichtet, dass Abschiebungen via Hamburg nicht mehr erwünscht und zu unterlassen sind", so Andrea Doria vom antirassistischen Camp.

Zu Presseberichten über gewaltbereite Campteilnehmer erwidert Tadzio Müller: "Gewalt bei politischen Protesten ging in den letzten Jahren
immer wieder von der Polizei aus - wir hoffen, dass dies keine Wiederholung findet."

 

 

11. Juli: Die Klimapolitik der G8: Viel Lärm um Nichts



Eine starke Klimabewegung von unten ist notwendig


Die G8-Staaten feiern ihren diesjährigen Gipfel in Japan als einen großen Erfolg in der Klimapolitik. Doch die angebliche Einigung hat keine Substanz. Im Abschlusskommunique steht lediglich, dass alle Staaten die ‚Vision’ teilen, bis 2050 den CO2-Ausstoß um 50% zu vermindern. Konkrete oder kurzfristigere Handlungsverpflichtungen: Fehlanzeige.

Ines Koburger, Pressesprecherin des vom 14. bis zum 24. August in Hamburg stattfindenden Klimacamps dazu:

„Diese leeren Worte hören wir von Regierungen und Unternehmen seit Jahren. Ihnen geht es nicht um eine effektive Klimaschutzpolitik, sondern vorrangig um den Schutz des Wirtschaftswachstums. Den schreienden Widerspruch zwischen der proklamierten Klimazielen und der Realität der neoliberalen Globalisierung versuchen sie zu leugnen. Eine Veränderung kann nur von unten kommen. Dafür brauchen wir eine starke Klimabewegung, wie sie sich auf dem Klimacamp in Hamburg zeigen wird. Dort werden wir selbst Klimaschutz leben und durch kleine und große Aktionen des Zivilen Ungehorsams Druck für eine Veränderung der Klima- und Energiepolitik aufbauen."

Der Klimawandel ist nicht nur eine ‚ökologische’ oder ‚technische’, sondern eine soziale Frage. Sie lässt sich nicht ohne dramatische soziale Veränderungen ‚lösen’. Dazu Tadzio Müller vom Klimacamp:

„Die G8 und die Bundesregierung stellen den Klimawandel gerne als globales Problem dar, das uns alle betrifft, und das wir jetzt alle gemeinsam lösen müssen. Aber es sind die Reichen, die den Klimawandel verursacht haben, und die Armen, die jetzt seine Folgen ausbaden müssen. Effektiver Klimaschutz ist nicht ohne radikale Umverteilung möglich. Dazu müssen wir die Art und Weise der Produktion, Konsumtion und Verteilung in dieser Welt grundlegend verändern. Wer Klimaschutz will, muss globale soziale Gerechtigkeit wollen - und die von den G8-Staaten dominierte Weltordnung ablehnen.“

Konkret fordert das Klimacamp den sofortigen Baustopp für alle neuen Kohlekraftwerke, sowie den schnellen Ausstieg aus der Kohleenergie. Auch dem Versuch der Energiekonzerne, im Windschatten der Klimadebatte die unverantwortliche Atomenergie wieder salonfähig zu machen, wird das Klimacamp entschieden entgegentreten.


4. Juli: Erstes Klimacamp in Hamburg - Presseerklärung zur heutigen Pressekonferenz



Erstes Klima-Aktionscamp in Deutschland findet von 15.-24.8.2008 in Hamburg statt

 

Für ein ganz anderes Klima!

HAMBURG - Mehrere tausend Menschen werden vom 15.-24. August 2008 in Hamburg zum ersten bundesweiten Klimacamp zusammenkommen. Dieses Camp wird das erste deutlich sichtbare Zeichen einer – jetzt auch in Deutschland entstehenden – Klimabewegung sein. Diese Klimabewegung drückt die massive Unzufriedenheit mit der Klimapolitik der Regierungen und Energiekonzerne aus.

"Das, was uns die Bundesregierung und der Hamburger Senat als Maßnahmen zum Klimaschutz verkaufen wollen, ist eine Mogelpackung.", begründet Ines Koburger, Pressesprecherin des Klimacamps, die Initiative. "Wenn die Bundeskanzlerin auf internationalen Gipfeltreffen die Vorreiterrolle der Bundesrepublik betont, aber gleichzeitig mehr als 20 neue Kohlekraftwerke gebaut werden sollen, gehen Anspruch und Wirklichkeit extrem auseinander. Wir sind wütend, dass wir mit Scheinargumenten für dumm verkauft werden sollen."

"Der Klimawandel ist keine ökologische oder technische, sondern eine soziale Frage. Er wird von den Industriestaaten des Nordens verursacht, seine Folgen treffen aber vor allem die Ärmsten in den Ländern des Südens. Deswegen muss mit der Schneller-Weiter-Höher-Ökonomie und der Wachstumsorientierung gebrochen werden", ergänzt Tadzio Müller, ebenfalls Pressekontakt der Camp-Vorbereitungsgruppe.

Hamburg steht wie kaum eine andere Stadt für exzessiven Ressourcenverbrauch: Hier werden Waren aus der ganzen Welt angelandet, um weiter in der Bundesrepublik und ganz Europa verteilt zu werden. Rund ein Fünftel der Kohlendioxidemissionen stammen in Deutschland aus dem Verkehr - internationale Schifffahrt und Flugverkehr noch gar nicht mitgerechnet. Hamburg beheimatet aber auch für den größten Kohlehafen und eine der größten Agrodieselfabriken Deutschlands. Beide stehen sowohl für Klimawandel als auch für ein ausbeuterisches Wirtschaftssystem: Kohle wird unter sozial unhaltbaren Zuständen im globalen Süden abgebaut und für Palmöl für Europa werden in Indonesien und Brasilien Regenwälder abgebrannt. "Das Klimacamp ist daher in Hamburg am richtigen Ort: Statt globaler Logistik brauchen wir regionale Wirtschaftsströme. Klimaschutz und globalisierter Kapitalismus sind einfach nicht unter einen Hut zu bringen", so Müller.

Hier setzt auch die inhaltliche Verbindung zu den G8-Protesten im letzten Jahr an: Für viele der Protestierenden war die klimapolitische Farce von Merkel und den anderen Staatschefs unerträglich. Deswegen hat sich jetzt ein breites, spektrenübergreifendes Bündnis zusammengefunden, das auch die Vielfalt der Proteste von Heiligendamm widerspiegelt: Das Camp wird getragen von Einzelpersonen und linken Gruppen vom Parteijugendverband, über Anarchisten bis zu Bürgerlichen. Mit dabei sind unter anderem Avanti, Solid, Attac, Grüne Jugend, Six Hills...

Das Camp wird neben vielen inhaltlichen Debatten und Diskussionen auch aktiv werden: Die Agrodieselfabrik von Archer Daniels Midland steht ebenso im Zentrum der Aufmerksamkeit wie die Baustelle des Kohlekraftwerks in Moorburg. Aktivisten haben angekündigt, diese im Rahmen der Kampagne Gegenstrom08 zu besetzen und den Bau stillzulegen.

Rückfragen per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. oder telefonisch an:

  • Ines Koburger, Tel. 0171-4151517

  • Tadzio Müller, Tel. 0170-5333709

Weitere Informationen: www.klimacamp08.net

 

Bilder der Pressekonferenz

Die ersten vier Bilder stehen in höherer Auflösung als Download zur Verfügung. Weiteres Bildmaterial auf Anfrage.

 

Zeltstadt in Hamburg

 

Klimacamp Pressekontakte

 

Klimacamp Pressepodium

 

Klimacamp Pressekontakte

 

Zelte im Regen

 

Klimacamp Pressekonferenz

 

Zeltstadt Klimacamp

 

Pressekonferenz im Regen

 

Klimacamp Zeltstadt

 
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