| INDY 21.08.08: HH: Brutaler Polizeiangriff auf Stadtteilrundgang |
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Im Rahmen des AntiraKlimaCamps in Hamburg fand gestern, Mittwoch, den 20.08.2008 ein interaktiver Stadtteilrunggang statt. „Es regnet Kaviar“, das Aktionsnetzwerk gegen Gentrification hatte zum „Landgang durch die Sonderrechtszone“ eingeladen. 100-150 Personen folgten dem Rundgang fast 3 Stunden durch St-Pauli. Nach Beendigung des Rundgang kam es zu einem brutalen Übergriff durch Polizeieinheiten. 4 Personen wurden ohne Vorwarnung mit großer Brutalität festgenommen. Eine Person verlor dabei das Bewusstsein. Diese Person wurde von der Polizei aus dem Krankenwagen gezerrt und immer noch bewusstlos in einen Polizeieinsatzwagen verfrachtet, nachdem sie erst ohne Behandlung für einige Minuten in eine Ecke gelegt wurde. Im Rahmen des AntiraKlimaCamps in Hamburg fand gestern, Mittwoch, den 20.08.2008 ein interaktiver Stadtteilrunggang statt. „Es regnet Kaviar“, das Aktionsnetzwerk gegen Gentrification hatte zum „Landgang durch die Sonderrechtszone“ eingeladen. 100-150 Personen folgten dem Rundgang fast 3 Stunden durch St-Pauli. Neben Musik aus einem mobilen Anlage gab es Beiträge zur Vertreibung alt eingesessener MieterInnen durch explodierende Mieten, Polizeischikanen gegen Transsexuelle, Videoüberwachung der Reeperbahn und angrenzender Straßen, Verdrängung der Clubkultur durch Eventgastronomie und rassistische Alltagspraxis von Polizei und Vermieter_innen . Die Teilnehmer_innen zogen friedlich und gut gelaunt von der Hafenstraße quer durch St.Pauli Süd auf den Spielbudenplatz und machten unterwegs kleine Spielchen. Die Polizei beobachtete das Treiben von Anfang an mit mehreren Streifenbeamten und sah offensichtlich zu keinem Zeitpunkt die Notwendigkeit einzuschreiten. Nach den letzten Beiträgen gab es noch ein wenig Sekt und Musik. Die Veranstaltung war schon beendet worden als mehrere Einsatzfahrzeuge mit Polizisten in Kampfmontur auftauchten. Einige der Teilnehmer_innen gingen auf die Beamten zu um ihnen zu vermitteln das die Veranstaltung bereits vorbei war und die Leute bereits nach Hause gehen. Für den Notfall wäre auch noch spontan eine Versammlung angemeldet worden. Die Beamten gingen darauf nicht ein sondern stürmten auf Personen los die sie zu Verantwortlichen erklären wollten. Ohne Vorwarnung wurde diese brutal überwältigt, wobei auch Umstehende mitgerissen wurden. Ohne Erklärung für den Einsatz wurden die Betroffenen gewaltsam zu Boden gedrückt. Eine Person verlor dabei das Bewusstsein, weswegen auch ein Krankenwagen kam. Die Polizei unterstellte, dass die Person nur simuliere und zerrte den verletzten an Armen und Beinen aus dem Krankenwagen. Die leblose Person wurde am Boden abgelegt, und später in einen Polizeiwagen verfrachtet. Nachdem er auf der Polizeiwache noch immer ohne Bewusstsein war, wurde der Verletzte dann doch noch ins Krankenhaus gebracht wo er dann später wieder zu Bewusstsein kam. Auch zwei andere Festgenommene mussten zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Inzwischen konnten alle Betroffenen das Krankenhaus verlassen, befinden sich aber noch in ärtzlicher Betreuung. Am Ort des Geschehens, dem Spielbudenplatz an der Reeperbahn, befanden sich zahlreiche Passanten und Besucher der umliegenden Theater und Musicalhäuser. Diese waren durch das brutale Vorgehen der Polizei sichtlich schockiert und protestierten zum Teil auch vehement. Die Teilnehmer_inen des inhaltlichen Stadtteilrundgangs boten zu keinem Zeitpunkt einen Anlass für dieses brutale Vorgehen. Einem herbei gerufenen Anwalt wurde, genauso wie den anderen Anwesenden, keine Auskunft erteilt und auf die Frage nach dem Einsatzleiter hieß es nur „es gibt keinen“. Vermutung liegt nahe das es sich bei dem Einsatz um eine Racheaktion der Polizei für andere Aktionen des Tages handelt. Gegen den Einsatz werden auf jeden Fall rechtliche Schritte eingeleitet werden wie seitens „Es regnet Kaviar“ zu hören war. Augenzeugenberichte, Gedächtnisprotokolle oder Fotos von den Übergriffen sollen bitte an die Adresse Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. geschickt werden. [Zum Artikel] |

