ND 02.08.08: Kein grünes Band der Sympathie

Hamburg: Klima- und Antirassismus-Camper noch immer ohne Camp


Die Hamburger Behörden weigern sich, den Klima-Schützern und Antirassismus-Aktivisten einen Zeltplatz zur Verfügung zu stellen. Obwohl die Grüne Jugend beteiligt ist, gibt es von der Mutterpartei nur Distanzierungen oder halbherzige Versprechen.



Schon in zwei Wochen sollen die ersten Zeltheringe für das Doppelcamp in Hamburger Boden getrieben werden. Nach derzeitigem Stand der Dinge sind die rund 2500 Aktivisten, die von den Veranstaltern erwartet werden und binnen neun Tagen ein umfangreiches Programm von Protestaktionen bewältigen wollen, dann aber Camper ohne Camp. Denn bisher sind sämtliche Anfragen der Organisatoren nach einem Platz, an dem sich die vorwiegend jugendlichen Teilnehmer nach vollendetem Tagwerk auf ihren Iso-Matten zur Nachtruhe ausstrecken können, von den Bezirksämtern abgeschmettert worden. Auch in einem von den Veranstaltern favorisierten Park auf der Halbinsel Entenwerder im Südosten Hamburgs dürfen die Zelte nicht aufgeschlagen werden. Begründung vom Leiter des zuständigen Bezirksamts Mitte: Die städtische Grünanlagenverordnung verbietet es. Für den Fall der Zuwiderhandlung drohen die Behörden sogar mit Zwangsgeld von 25 000 Euro. Alternativangebote machen sie keine. ... [Zum Artikel]

 
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